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»RosaWinkelGedenkbuch« Paul Heimann |
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Häftlingsnummer 5.052 KZ-Kennzeichen/Winkel für "Jude und Asozial"
An der gleichen Stelle liegen auch die Stolpersteine für
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Geboren am: | 14.02.1892 |
| Geburtsort: | Mülheim | Ruhr | |
| Ermordet am: | 21.10.1939 | |
| Beisetzungort: | 〉 Jüdischer Friedhof Berlin Weißensee | |
| Verlegeort: | 〉 Mülheim, Friedrichstraße 14 | |
| Initiator: | ||
| Zum Lebensweg: |
Paul Heimann wurde am 14. Februar 1892 in Mülheim an der Ruhrgeboren. Er war jüdischer Herkunft, seine Ehe mit Frieda
Grünenbaum (1894-1941) wurde am 21. Juli 1938 geschieden. Sie hatten zwei gemeinsame Söhne.
Paul Heimann wurde im Juni 1938 im Rahmen der "Aktion Arbeitsscheu Reich" 〉 "Juni-Aktion" als "asozialer Jude" verhaftet, mit dem Vermerk Lungen-TBC, in das KZ Sachsenhausen deportiert. Hier wurde er nicht als "Rosa-Winkel-Häftling", sondern als "Asozialer Jude (AsoJ)" gebrandtmarkt. Er erhielt die Häftlingsnummer 5.052 und wurde im Häftlingsblock 14 untergebracht. Dieser Block gehörte später, ab dem Spätsommer 1941, zum "Bereich der Isolierung". In diesem Sonderbereich "Isolierung" wurden nicht nur Männer mit dem rosa Winkel eingesperrt. Dort wurden auch sogenannte "Rückfällige", "Bibelforscher", "Rassenschänder" und andere besonders von der SS gehasste Häftlinge vom restlichen Lager isoliert, besonders gequält, misshandelt und auch ermordet. Paul Heimann wurde mehrfach vom SS-Hauptscharführer 〉 Gustav Hermann Sorge letztlich bis zum Tod misshandelt. Als Eiserner Gustav war Sorge ein brutaler Rapportführer und vielfacher Mörder im KZ Sachsenhausen. Im Prozess vor dem Landgericht Bonn (vom 13. Oktober 1958 bis zum 6. Februar 1959) gegen Sorge gab ein Zeuge Ros. [ ] folgendes zu Protokoll:Diese Aussage ist ein Beleg für eine gefälschte Todesursache. Sorge wurde wegen dieses Mordes aus "niedrigen Beweggründen" und zahlreicher anderer Morde zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht war zu folgender Überzeugung gelangt:
Im Prozess vor dem Schwurgericht in Bonn wurde ihm der persönlich ausgeführte Mord an 67 Häftlingen vorgeworfen. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, Sorge verstarb 1978 in der Justizvollzugsanstalt Rheinbach bei Bonn. Paul Heimann wurde am 20.10.1939 im Alter von 47 im Häftlingsblock 14 ermordet. Seine Asche wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin Weissensee beigesetzt. Aus der 〉 Zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer Yad Vashem ¦ Shoah Opfernamen: Paul Saul Heimann wurde im Jahr 1892 in Muelheim Ruhr, Deutsches Reich geboren.Aus dem 〉 Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945: Heimann, Paul Saul |
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Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover; korrigiert, ergänzt und überarbeitet Lothar Dönitz, Berlin, 2026.
Quellen: • KZ Sachsenhausen 1936 - 1945: 〉 Totenbuch • Arolsen Archives, Sterbebucheintragungen über verstorbene Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen 〉 DocID 4119319 • Arolsen Archives, Listenmaterial Sachsenhausen Arbeitskopien Ordner 41, Signatur 11381000045, Nachkriegslisten, Grundlisten 〉 DocID 4083573 • Arolsen Archives, Listenmaterial Sachsenhausen Arbeitskopien Ordner 41, Signatur 11381000045, Bestattet auf den Jüdischen Friedhof Berlin Weißensee 〉 DocID 4083631 • Stadt Mülheim an der Ruhr, Projekt Stolpersteine 〉 Frieda, Paul, Ruth und Dagobert Heimann • Niko Ewers, Bielefeld, Zitate aus: Justiz und NS-Verbrechen, Band, XV, Nr. 473, S. 99 • Unterschied zwischen SS-Ehrenwache und "Junkertum" auf der NS-Ordensburg Vogelsang 〉 Der Massenmörder Gustav Sorge von Hans-Dieter Arntz • Tätertypen 〉 Biografien von Angehörigen des Kommandanturstabs im KZ Sachsenhausen - Neues Deutschland 27.12.2011 |
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