Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

»RosaWinkelGedenkbuch«

Rudolf Finke



Häftlingsnummern
KZ Sachsenhausen 36556, 52933
KZ Natzweiler 338

Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 06.12.1911
Geburtsort: Rixdorf | b. Berlin
Ermordet am: 11.04.1943
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Rudolf Finke wurde am 6. Dezember 1911 in Rixdorf bei Berlin geboren. Wahrscheinlich wohnte er auch später in Berlin und war von Beruf Schweißer.

Das Landgericht Berlin verurteilte ihn am 3. April 1937 unter Anrechnung der Untersuchungshaft auf die Strafhaft zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte für fünf Jahre. Am 24 Oktober 1939 entließ man ihn aus der Haft. Er dürfte dann aber nochmals straffällig geworden sein.

Im Frühjahr 1941 deportierte ihn die Polizei in das KZ Sachsenhausen, wo ihn die SS als "Homosexuellen" einstufte und er als "Rosa-Winkel-Häftling" die Häftlingsnummer 36.556 erhielt. Von dort überführte man ihn am 29. Juni 1941 in das  ⟩ KZ Natzweiler-Struthof (Wikipedia) im besetzten Teil Frankreichs, wo die SS ihn wieder als "§175-Berufsverbrecher" einstufte und er "Rosa-Winkel-Häftling" die Häftlingsnummer 338 erhielt. Von dort ging es am 26. November 1942 wieder zurück in das KZ Sachsenhausen, wo er nun die Häftlingsnummer 52.933 erhielt.

Rudolf Finke wurde am 11. April 1943 im Alter von 31 Jahren im KZ Sachsenhausen ermordet. Weitere Angaben dazu liegen leider nicht vor.

Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017); ergänzt, überarbeitet Lothar Dönitz, Berlin, 2026
Quellen:
• KZ Sachsenhausen 1936 - 1945: ⟩  Internet-Totenbuch
• Arolsen Archives, Schriftliche Auskunft vom 07.11.2025