Der Gesprächskreis Homosexualität
Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
|
||
Gedenkbuchfür die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen & des Männerlagers im KZ Ravensbrück |
||
Alexander Schlüter |
||
|
Geboren am: | 12.08.1903 |
Geburtsort: | Buer | Gelsenkirchen | |
Ermordet am: | 13.11.1941 | |
Beisetzungsort: | Berlin-Wilmersdorf, 〉 Waldfriedhof Gütersfelde; Urne 2526 | |
Verlegeort: | 58135 Hagen (Westf.), 〉 Enneper Straße 38 | |
Initiator: | Jürgen Wenke | |
Zum Lebensweg: |
Alexander Schlüter, geboren am 12.8.1903 in (Gelsenkirchen)-Buer; in Duisburg Schulbesuch und Ausbildung zum Kaufmann/Buchhalter.
1928 Heirat in (Hagen)-Haspe mit Katharina Wiegand, Lebensmittelpunkt in Haspe, 2 Töchter erreichten das Erwachsenenalter.
Im Jan. 1939 wegen homosexueller Kontakte Verurteilung in Saarbrücken zu 2 Jahren Zuchthaus nach §175a RStG, der von den Nazis 1935 eingeführten, verschärften Fassung des Homosexuellenparagraphen. Aufgrund zweier einschlägiger Vorstrafen als „unheilbarer Sittlichkeitsverbrecher“ bezeichnet, an anderer Stelle auch als „unverbesserlicher Homosexueller“ abgewertet. Volle Haft-Verbüßung: Zuchthaus Rheinbach und Moorlager Bathorn und im Zuchthaus Lingen. Am rechnerischen Entlassungstag 6.1.1941 von der Polizei Dortmund in „Vorbeugungshaft“ genommen und Deportation in das KZ Sachsenhausen bei Berlin als Rosa-Winkel-Häftling, Nr. 36147, dann in das neu zu bauende KZ Natzweiler im Elsass als Arbeitssklave, dort Nummer 292, dann zurück nach Sachsenhausen. Er wurde am 13. November 1941 m KZ Sachsenhausen ermordet. Angebliche Todesursache „Herz- und Kreislaufinsuffizienz“. Langfassung: Wir erinnern an Alexander Schlüter.pdf |
|
Autor: Jürgen Wenke, 24.12.2023
Quellen: • KZ Sachsenhausen 1936 - 1945: 〉 Totenbuch • Namenliste über verstorbene Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen, deren Urnen auf dem Waldfriedhof Güterfelde beigesetzt wurden 〉 Signatur 10010470 ITS Digital Archive, Arolsen Archives |